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32fit Dres. med. dent Kaim, Bobe & Dr. Paraskevadakis

Parodontitisbehandlung

Eine Parodontitis – oft auch als Parodontose bezeichnet – ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie wird durch bestimmte Bakterienarten hervorgerufen. Diese Bakterienarten sind dafür verantwortlich, ob die Parodontitis schnell („aggressiv“) oder weniger schnell voranschreitet. Unbehandelt kann sie im Laufe der Jahre dazu führen, dass sich die Zähne im Zahnfach lockern, weil Zahnfleisch und Kieferknochen immer mehr zurückgehen.

Darüber hinaus hat eine Parodontitis negative Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit: Sie kann Herz-/Kreislauferkrankungen und Diabetes begünstigen sowie bei Schwangeren das Risiko eines zu geringen Geburtsgewichtes des Kindes sowie einer Frühgeburt erhöhen.

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Woran erkenne ich, ob mein Zahnfleisch gesund ist?

Gesundes Zahnfleisch hat eine blassrosa Farbe, liegt eng am Zahn an und blutet nur sehr selten bei Berührung. Krankes Zahnfleisch ist gerötet, zeigt Blutungsneigungen und geht mit der Zeit zurück, sodass die Zähne länger wirken als vorher.

Dank moderner und weit entwickelter Verfahren ist heute eine sogenannte geschlossene Parodontitisbehandlung häufig ausreichend. Dabei werden die Bereiche unter dem Zahnfleischrand mit einem schonenden Ultraschallgerät und einem Laser von weichem Zahnbelag und Zahnstein gereinigt. Die Behandlung kann so deutlich schonender und schmerzärmer als mit herkömmlichen Küretten erfolgen. Eine offene Parodontitisbehandlung (ein kleiner, chirurgischer Eingriff) kann auf diese Weise meist vermieden werden.

Bei einer schweren Form der Parodontitis führen wir vor und während der Behandlung Bakterientests durch. Dies dient einerseits dazu, die Behandlung individuell ausrichten zu können und andererseits, um den Erfolg der Maßnahmen überprüfen zu können. Denn nur einige wenige Bakterienarten sind für die Entstehung einer Parodontitis verantwortlich. Manche können sie sogar besonders stark vorantreiben, sodass sich die Parodontitis rascher als üblich entwickelt. Mit dem Bakterientest können wir feststellen, ob zum Beispiel eine begleitende Antibiotika-Therapie sinnvoll ist, um die krankheitsauslösenden Bakterien zu verringern.

Hierfür arbeiten wir mit dem renommierten Institut für medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Essen zusammen. Das Institut wertet die mikrobiellen Proben aus, die wir bei der Untersuchung einer Parodontitis und Periimplantitis entnehmen. Der Test erlaubt uns eine noch exaktere Bestimmung der krankheitsauslösenden Bakterien und Typisierung der Parodontalerkrankung. Dies erhöht die Chancen, eine aggressive Parodontitis effektiv und nicht zuletzt auch nachhaltig zu bekämpfen.

Nach einer Parodontitisbehandlung ist eine engmaschige und regelmäßige Nachsorge wichtig. Wir erkennen frühzeitig, ob die Erkrankung möglicherweise fortschreitet und können rechtzeitig eingreifen. Sie verlassen unsere Praxis in der Regel nicht, ohne dass wir einen neuen Recalltermin mit Ihnen abgestimmt haben. Auf Wunsch erinnern wir Sie ein paar Tage vor dem Termin noch einmal daran.

Die Florida Probe® ist eine elektronische Messsonde, die wir in der Prophylaxe und der Parodontitistherapie einsetzen. Wir ermitteln mit ihr, ob das Zahnfleisch noch fest am Zahn anliegt bzw. Zahnfleischtaschen bestehen und – falls ja – wie tief sie sind. Über einen längeren Zeitraum können mit der Florida Probe® eventuelle Veränderungen der Mundgesundheit mit einer Software gespeichert werden. Dies ermöglicht einen direkten Vergleich von Fortschritten innerhalb einiger Monate und sogar Jahre. Die Behandlung lässt sich so genau dokumentieren und auf Sie individuell abstimmen.

Weitere Informationen zur Parodontitis finden Sie in unserem umfangreichen Patientenratgeber Zahnmedizin.